Tag 51:
Das große Glück der kleinen Dinge

Ich bin immer noch beseelt und voller Dankbarkeit nach einem wunderschönen Wochenende auf Sylt. Mir wurde erneut so greifbar deutlich, dass uns die wahren Glücksmomente in unseren Leben geschenkt werden. Sie sind nicht käuflich. Wir können uns nicht darum bewerben und hart daran arbeiten. Sie passieren einfach, wenn wir uns ihnen öffnen. Die wahren Glücksmomente sind die kleinen Dingen des Alltags.

Es gibt Menschen, die das große Glück in den großen Erfolgen suchen. So wird es oft propagiert: „Arbeite fleißig, werde erfolgreich, Erfolg macht glücklich.” Das große Glück jedoch, versteckt sich in den kleinen Dingen. Das Lächeln eines Menschen, das Gefühl der Verbundenheit mit Freunden, sich morgens umzudrehen und dem anderen zuzusehen wie er oder sie friedlich schläft. Die Zeit für Meditation am Morgen und für Sport oder andere Dinge, die einem individuell gut tun und einen erfüllen. Es ist das gemeinsame Schweigen, weil man sich so viel zu sagen hat, doch dafür keine Worte notwendig sind. Es ist ein Grundverständnis füreinander. Zu spüren wie der andere diesen Moment genießt, voller Freude aus dem Zugfenster schaut oder seinen Kopf anlehnt, die Augen schließt und kurz einschläft. Das wahre Glück liegt in all diesen kleinen Momenten, die einen mit zarten Händen berühren.

Wenn alles, was davon bleibt die Erinnerung ist, dann ist alles was wir tun können, diese Momente in guter Erinnerung zu behalten und uns regelmäßig bewusst zu werden wie reich wir beschenkt worden sind.

Ich führe deshalb seit ca. 1,5 Jahren ein Glücks- und Dankbarkeits-Tagebuch. Dort hinein schreibe ich Abend für Abend jeweils drei Dinge, für die ich dankbar bin und die mich heute glücklich gemacht haben. Manchmal ist es ein Treffen mit Freunden, andere Male ein fremder Mensch, der mein Lächeln erwiderte, ein gutes Essen oder eine wertvolle Erkenntnis. All das schreibe ich auf und so werde ich mir vor dem Schlafengehen noch einmal bewusst wie reich ich beschenkt bin – mit Glück, Liebe und Freundschaft.

Ich richte meine Wahrnehmung vor dem Einschlafen noch einmal auf diese Dankbarkeit und mit diesem wohlig-warmen Gefühl im Bauch, gehe ich schlafen. Mein Schlaf ist dann viel ruhiger und erholsamer.

Das Ganze ist tatsächlich auch aus medizinischer Perspektive interessant. Denn alleine die Vorstellung einer schönen Situation, setzt die gleichen Glückshormone frei, wie das wahre Erleben dieser. Wir können uns also selbst glücklich machen, indem wir uns nur daran besinnen, mit welchen wundervollen Momente wir jeden Tag beschenkt werden. Versuch es einfach mal. Ich wette, dass du sehr bald einen Unterschied in deinem Empfinden und deiner Wahrnehmung spüren werdet. Wer positiv denkt, nimmt nämlich auch das Leben anders wahr.

Noch ein extra Tipp: Da wir ja quasi noch am Jahresanfang sind, kannst du dir auch ein Glücksglas für 2018 anschaffen. Ich habe dafür ein großes Glasgefäß mit Deckel, wo ich die ganz besonders schönen Momente meines Jahres sammele. Ich schreibe sie auf kleine Zettel, werfe sie in das Glas und am Ende des Jahres nehme ich mir die Zeit all die Notizen durchzulesen und mir der Schönheit meines Lebens bewusst zu werden. Am Ende des Jahres mische ich die Schnipsel dann mit denen der letzten Jahre und tue sie alle in eine Aufbewahrungsbox – der Glücksbox meines Lebens. Und wann immer ich mich negativ fühle und ein bisschen Aufheiterung brauche, nehme ich mir diese Box und vergegenwärtige mir, dass doch alles gar nicht so schlimm ist. So konditioniere ich meine Wahrnehmung auf die schönen Dinge, anstatt mich von den schlechten Momenten runterziehen zu lassen. Ich erreiche so ein dauerhaftes Gefühl der Dankbarkeit – auch für die Herausforderungen des Lebens.

Wahrscheinlich brauchst du eine gewisse Zeit, um dies zu deiner Routine zu machen. Manche Menschen haben am Anfang Probleme überhaupt Dinge zu vermerken, für die sie dankbar und glücklich sind. Oft sind es sie Menschen, die ihr ganzes Leben auf der Suche nach dem Glück in den große Dingen waren und dabei vergessen haben, wie wichtig die kleinen Geschenke des Lebens sind. Denk immer an die Nervenautobahn bei Veränderungsprozessen. Seitdem ich dies zu meiner Routine gemacht habe, bin ich ein noch glücklicherer und positiver Mensch. Ich hoffe das funktioniert auch für dich!

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